#43 Kommunikation auf Augenhöhe: Die Transaktionsanalyse im Konflikt

Shownotes

Die Transaktionsanalyse nach Eric Berne beschreibt drei Ich-Zustände, die wir alle in uns tragen:

Eltern-Ich: fürsorglich, manchmal überfürsorglich, weiß es besser, gibt Ratschläge Erwachsenen-Ich: Augenhöhe, Eigenverantwortung, fragt statt zu belehren Kind-Ich: trotzig, rebellisch, „das mach ich jetzt erst recht nicht"

Die Schieflage entsteht, wenn ich aus dem Eltern-Ich nach unten schieße und mein Gegenüber aus dem Kind-Ich zurückfeuert. „Ich sag dir, wie das geht" trifft auf „Du hast mir gar nichts zu sagen". Konstruktiv wird da nichts mehr.

In dieser Folge geht es darum, wie du dich selbst aus dem Eltern-Ich herunterholst und dein Gegenüber aus dem Kind-Ich nach oben hebst, indem du nach seiner Sicht und seinen Erfahrungen fragst.

Beispiel aus dem Seminar: Eine Führungskraft sagt, sie sei gern die Mutti für den Laden. Angenehm für sie, nur handelt ihr Team dann nicht eigenverantwortlich und stimmt alles mit ihr ab. Riesiger Mehraufwand, komplette Schieflage. Der Weg raus führt über klar definierte Verantwortlichkeiten und die Frage: Wie bringe ich mein Team ins Erwachsenen-Ich?

Deine Alltagsübung: Hör dir in den nächsten zwei bis drei Tagen selbst zu. Bei welchem Satz rutschst du ins Eltern-Ich? Formuliere ihn neu, aus dem Erwachsenen-Ich und ins Erwachsenen-Ich deines Gegenübers hinein. Funktioniert im Team genauso wie in der Familie.

Wichtig: Nutze das Modell zur Selbstbeobachtung, nicht als Diagnosewerkzeug für andere.

Themen: Transaktionsanalyse, Eric Berne, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich, Kommunikation auf Augenhöhe, Eigenverantwortung im Team, Führung, Ratschläge sind auch Schläge

Passende Folgen zum Weiterhören: Folge 41: Typisch du! Warum Vorurteile Konflikte verhärten Folge 42: Selbstklärung vor Klärung

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, schön dass du wieder dabei bist.

00:00:01: Die überwiegende Mehrheit hat gesagt bitte Applaus!

00:00:04: Das ist schön zur Begrüßung und ich würde sagen damit starten wir mal direkt.

00:00:09: Ich finde es schön, dass du da bist denn heute geht's um ein ganz besonderes Thema.

00:00:14: Danke danke Also Applaus für uns.

00:00:17: Wir sind wieder zusammen Wir versuchen Konflikte konstruktiv leicht und trotz deminative zu bearbeiten Und das gelingt ganz gut, wenn wir auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.

00:00:29: und die Transaktionsanalyse nach Eric Berne oder Bern wie man es dann wieder ausspricht.

00:00:36: Das weißt du wahrscheinlich besser als ich ist auf jeden Fall ein Tool das an dieser Stelle total hilfreich ist denn es beschreibt ganz ganz vereinfacht und ja es wird dem gesamten Modell auch mit Sicherheit nicht so gerecht.

00:00:50: Es reicht mir persönlich aber zu hundert Prozent um einmal ganz kurz die Schieflage in der Kommunikation miteinander deutlich zu machen.

00:00:59: In diesem Modell, der Transaktionsanalyse geht es um drei Ich-Zustände, die wir alle in uns tragen laut dieser Theorie.

00:01:08: Es ist wieder weit weg von das ist die Wahrheit sondern das ist ein Modell um das Miteinander leichter zu machen und sorgt in meinen Seminaren auch immer wieder für so einen Ah ja stimmt!

00:01:20: Effekt.

00:01:21: Und den mag ich ja ganz besonders gerne, wenn es ganz einfach erklärbar ist und zu so einem Ach Ja führt!

00:01:29: Und diese drei Ich-Zustände die hier beschrieben werden das ist einmal dass Eltern Ich dann das Erwachsenen Ich und das Kind Ich.

00:01:37: Jetzt bekommt jedes dieser Ich-Zustände eine Zuschreibung, die ich jetzt so nicht unbedingt teilen möchte im Übertrag aufs Leben.

00:01:46: Aber um das Modell einmal zu begreifen finde ich die großartig Das älterlich!

00:01:50: Das ist ein sehr fürsorgliches vielleicht auch mal überfür sorgliches und es weiß auch ganz viel besser ich.

00:01:58: Also ganz viele Erfahrungen und ich sag dir wie man's machen soll.

00:02:02: dass steckt da drin Im L erwachsenen Da steckt ganz viel Augenhöhe, ganz viel Eigenverantwortlichkeit und ja wir sind halt erwachsen.

00:02:14: Und wir kriegen das hin so... Das Kind ich?

00:02:17: Das ist was rebellisches Trotziges!

00:02:20: Das möchte das alles selber.

00:02:22: Nee wenn du sagst so dann mach' ich's ganz bestimmt nicht aus Prinzip, aus Protest wie auch immer.

00:02:28: Du merkst schon dass diese drei Ich-Zustände definitiv ein Konfliktpotenzial in sich tragen Und total interessant wäre ja der Dialog von erwachsenem ich zu erwachsenen mich.

00:02:42: Also auf einer wirklich schönen Augenhöhe, das heißt Ich trage die Verantwortung dafür dass es hier miteinander gelingt und nicht alleine sondern mit dir zusammen.

00:02:53: also ich trage Die verantwortung für mich du trägst die verantwortungen Für dich und da steckt ganz Ganz viel wahres drin Und da kommt auch im Grunde der Satz von Rosenberg wieder rein.

00:03:03: Ich trage die Verantwortung für die Worte, die ich wähle und dafür wie ich die Wörter meines Gegenübers höre.

00:03:20: Also ich sehe mein Gegenüber als Kompetentes gegenüber und komme im Kontakt mit diesem Gegenüber natürlich auch über Fragen zu einer neuen Erkenntnis.

00:03:30: Ich habe in diesem Zustand natürlich auch die Bereitschaft und die Bewusstheit, dass die Wahrheit zur Zeit beginnt.

00:03:39: also nur miteinander entsteht jetzt etwas das noch viel größer und schöner ist als ich alleine das vielleicht hier rein geben könnte Ins Miteinander.

00:03:50: So, also das Erwachsenen ist so ein Zustand wo ich sage ja Mensch und wenn wir uns da begegnen von erwachsenemmig zu erwachsene mich Ja mensch da is ne Augenhöhe, da is eine klare Linie Und wir können da gut miteinander in Verantwortung kommen.

00:04:05: Jetzt stell dir das mal sofort Das Kind.

00:04:07: Ich ist unten angeordnet In der Mitte des Erwaxern Ich und oben des Eltern nicht Bei meinem Gegenüber genauso Häufig.

00:04:15: im Dialog haben wir halt so ein Ausrutscher beziehungsweise oft auch so einen Muster, das dann gegenüber auf mich trifft.

00:04:23: und ich fange an zu belehren mit Ratschlägen zu kommen.

00:04:27: Und hier zu demonstrieren Ich weiß es besser und ich sag dir mal wie Mann oder wie du das zu tun hast in Zukunft.

00:04:35: Das heißt ich aus meinem älterlichen ich, schieße sehr wahrscheinlich in das Kind ich meines Gegenübers.

00:04:42: Also was passiert?

00:04:43: Mein Gegenüber reagiert trotzig und sagt du hast mir gar nichts zu sagen Ich weiß selber wie das geht!

00:04:48: Ich mache das so wie ich das für richtig halte.

00:04:50: Super krasse Schieflage.

00:04:52: ich schieß von oben nach unten mein gegenüber von unten nach oben Und hier kommen wir nicht konstruktiv zueinander.

00:04:59: Ebenfalls kann es uns treffen wenn jemand uns belehren möchte dass wir ins kind ich rutsch und sein ne ne ne moment moment du bekannst das alles auch nicht und das glaube ich nicht.

00:05:10: Und ich mach das so wie ich das will und ich habe das gelernt.

00:05:12: Ich hab auch eine ausbildung, und ich mache das auf meine art.

00:05:16: ich brauche jetzt keinen kein raadschlag von dir.

00:05:19: Ratschläge sind übrigens auch schläge gerne ich das mag hier merkste aus dem Kind ich gesprochen ist es auch wenig konstruktiv diese aussage So und das kann uns eben genauso passieren.

00:05:31: wir schießen zurück und sehen unser Gegenüber auf dem älterlichen Ich.

00:05:37: Was jetzt total interessant ist, dass wir eben nicht runterrutschen ins Kind ich und wenn das passiert kurz innehalten, kurz in der innere Klärung.

00:05:46: da kannst du auch selbst klären vor Klärungen die Folge forty-two nochmal aufgreifen Und wirklich gucken aus meinem Erwachsen, ich in der vollen Verantwortung für mich.

00:05:56: Für meine Gefühle, für meine Bedürfnisse, für das was ich erreichen möchte.

00:06:01: wie gehe ich gleich mit dir vor?

00:06:03: und genau so trage Ich dass gleich auch vor und wenn mein ging über trotzig reagiert Nicht ins elterliche Ich zu rutschen, sondern zu sagen okay ich habe dich gehört und gleichzeitig zack-zack-Zack.

00:06:17: Sag doch mal deine Sicht.

00:06:18: was für Erfahrungen hast du gemacht?

00:06:20: also darauf wirklich dich aus diesem Kind hochzuheben in eine verantwortliche Rolle ins Erwachsenen?

00:06:26: Ich finde ich total interessant.

00:06:29: oder dich auch aus dem elterlichen Ich wieder runter zu holen ins Erwachsen.

00:06:32: Ich mich selber aus dem Elterlichen, ich zur Selbstreflektion um ist.

00:06:35: da war ich mit einem Ratschlag unterwegs.

00:06:37: das wollte ich ja gar nicht.

00:06:38: frag doch mal nach welche Erfahrung hat das gegenüber gemacht.

00:06:41: also sprich es bitte im erwachsen nicht an ich gehe auch wieder in die Stufe runter oder wenn ich merke ich bin trotzig ich geh eine stufe hoch ins Erwachsene ich um hier konstruktiv im Dialog zu bleiben.

00:06:54: super spannend Ist das auch?

00:06:56: Also wirklich, nehm es nicht als Diagnosewerkzeug sondern fang doch erst mal an.

00:07:01: Das als Modell zur Selbstbeobachtung zu nehmen.

00:07:04: Wo bin ich gerade und wo möchte ich gerne sein auch im Dialog.

00:07:09: Total interessant letztens im Seminar mit einer Führungskraft die sagte ja die kommen relativ häufig und fragen ob sie das dürfen oder nicht.

00:07:18: Und da sag ich, ja okay und wie ist das so für dich?

00:07:21: Ja eigentlich ganz schön.

00:07:23: Also ich bin gerne die Mutti hier Für den Laden und habe das alles im Blick.

00:07:26: dann sag ich hab dir eine schöne Schöne Kommunikation miteinander gefunden du im älterlichen Ich und dein gegenüber im kindlichen Ich.

00:07:35: Gut, wenn ihr das toll findet.

00:07:36: Das Problem ist dabei halt, dass ich erkenne, dass dein gesamtes Team, wenn es im Kind nicht bleibt, nicht eigenverantwortlich handelt und alles mit dir abgestimmt werden muss.

00:07:47: für dich eine Riesenmehraufwand, eine komplette Schieflage – und ich kann das schon nachvollziehen, dass dieses.

00:07:54: Ich will Fürsorge für meinen Team, für meine Mitarbeitenden tragen!

00:07:58: Nur die Frage Ist es wirklich ein guter Zustand, die anderen klein zu halten und mich selber im Elterlichen aufzuhalten?

00:08:06: Oder... Und das wäre halt wichtig.

00:08:08: Wie kann ich sie in eine Eigenverantwortung bringen, also ins Erwachsenen nicht hochbringen?

00:08:14: natürlich indem ich mich aus dem Elterlichem auch befreie und sage hey okay mein Job ist es nicht Mama oder Papa hier zu sein fürs Team sondern an die Verantwortlichkeit meiner Mitarbeitenden zu appellieren und sie auch da abzuholen, um sie als Experten-Expertinnen für gewisse Entscheidungsbereiche zu sehen.

00:08:34: Das heißt auf Verantwortlichkeiten klar zu definieren.

00:08:37: ihr tragt Verantwortung für diese Bereiche.

00:08:39: ich trage Verantwortung für Diese Bereiche Und in bestimmten Situationen braucht es die Abstimmung weil Da unterschiedliche Verantwortlichkeiten gefragt sind.

00:08:48: das machen wir aber offen Auf Augenhöhe also Erwachsenen, Ich-Zustand und das geht am besten wenn wir Klarheit über Verantwortlichkeiten vorher festgelegt haben.

00:08:58: Ja das war so ein kleines Beispiel aus dem Alltag wo ich immer wieder beobachten kann ja diese älterliche fürsorgliche Rolle die da rutschen wir rein wenn unser Gegenüber um Erlaubnis bittet und gleichzeitig möchte ich doch eigenverantwortliche Menschen in meinen Teams hoffentlich haben.

00:09:16: Selb ist übrigens auch im Seminar.

00:09:18: Also kommen Leute immer noch erwachsene gestandene Menschen kommen und sagen, darf ich mal auf Toilette gehen.

00:09:25: Das ist irgendwie so eingetrichtert aus der Schulzeit früher Und es ist total aus dem Kindlich gesprochen das Erwachsene.

00:09:31: Ich würde sagen ich bin gleich wieder da ich bin mal kurz weg oder vielleicht wird der Grund noch genannt aber Da wird einfach nur noch gesagt ich tue dass jetzt informiere dich damit du informiert bist Aber ich frag dann nicht um Erlaubnis Und das würde ich auch mir wünschen.

00:09:45: Also, ich finde diese Situation... Diese Schieflage in der Kommunikation darf ich mal auf Toilette gehen immer wieder bemerkenswert hin und wieder auch unangenehm weil ich denke Leute!

00:09:57: Ich möchte diese Augenhöhe und mach' das natürlich auch auf.

00:10:01: also das ist so ein Ding wo ich sehr feinfühlig Und gleichzeitig doch die Kommunikation da noch mal gerne analysiere miteinander.

00:10:09: Mensch, das ist wieder sowas aus der Schulzeit!

00:10:11: Da haben wir auch immer Fragen müssen und wo stehen wir denn jetzt miteinander?

00:10:15: Auf welcher Ebene wollen wir kommunizieren?

00:10:17: und da bietet sich dieses Modell natürlich auch wieder super als Erklärung an.

00:10:23: Für deinen Alltag bedeutet das natürlich jetzt hör dir unbedingt Mal in den nächsten sagen wir mal zwei drei Tagen zu bei welchem Satz rutsch du doch mal in die Elternrolle Und formuliere ihn dann mal um auf Augenhöhe, also aus einem erwachsenen Ich und ins Erwachsenen ich bei deinem Gegenüber hinein.

00:10:45: im Miteinander verbessert.

00:10:46: Übrigens natürlich auch im Familienkontext interessant, spreche ich meine Kinder aus dem älterlichen Ich immer wieder an oder finde ich hier auch eine Augenhöhe und kann mich auch bestimmte Dinge einfach ausprobieren lassen und Verantwortung abgeben – an meine Kinder so dass sie wachsen können.

00:11:02: Superinteressant!

00:11:03: Natürlich nur im sicheren Rahmen bestimmten Rahmen aber auch da lohnt es sich das Aber-Können bestreichen und auch da wohnt es dich nochmal genau zu reflektieren.

00:11:12: Wann rutsch ich ins älterliche Ich und wie kann ich wieder ins Erwachsen echt zurückkommen.

00:11:17: So, wenn dir das schon gefallen hat dann... bist du wahrscheinlich auch ein Fan davon, so ganz einfache Modelle um Kommunikation zu reflektieren, anders zu begreifen und konstruktiv zu gestalten.

00:11:29: Du weißt was jetzt kommt?

00:11:30: Ich lade dich herzlich in die Online-Weiterbildung zur Konfliktlöserin zum Konfliktlöse ein!

00:11:35: Am achten Dezember starten wir wieder zehn Module, zehn Wochen beziehungsweise.

00:11:39: jetzt haben wir ein paar Pausen dazwischen weil die Weihnachtszeit kommt, was auch wunderschön ist.

00:11:43: Wir starten quasi mit zwei online Modulen Dienstags von acht bis zwanzig Uhr.

00:11:48: Die letzte halbe Stunde bis zwanzigdreißig ist nochmal ein freier Austausch.

00:11:53: Dann, nach diesen zwei Modulen gehen wir genüsslich in die Weihnachtszeit und treffen uns direkt im neuen Jahr wieder und machen da weiter.

00:11:59: also wir können die ganzen Weihnachtskonflikte, die vielleicht mal entstanden sind hier noch gut vorbereiten damit sie nicht eskalieren und dann im Januar gemeinsam reflektieren.

00:12:08: das doch eigentlich auch was richtig schönes denke ich mir gerade und freue mich einfach drauf!

00:12:13: Also wenn das was für dich ist schau mal in die Show Notes.

00:12:15: dort findest du den Link zur Anmeldung Bis nächste Woche Tschüss.

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